Immer auf die Sauberkeit der Vasen achten! Ansonsten Gefahr von Bakterien… Wenn man einige Blätter entfernt, reduziert man die Verdunstungsfläche und verbessert dadurch die Haltbarkeit um einige Tage.
Ständige Zugluft ist zu vermeiden, um den Wasserhaushalt der Schnittblume nicht zu gefährden. Direktes Sonnenlicht und Nähe zur Heizung sollte man genauso meiden wie die Nachbarschaft zu Obst oder offenem Feuer (Äthylen). 1 kg Äpfel scheidet 4000-10000mal soviel aus wie 1 Kg Rosen. Das Gas Äthylen stoppt den Blühvorgang (nicht nur bei Nelken). Purer Zucker oder süße Brause im Vasenwasser trocknet nur das Gewebe durch Übersättigen der Kohlenhydrate aus, daher oft vorzeitiges welken. Was passiert? Vermehrung der „unangenehmen“ Mikroorganismen im Vasenwasser – dadurch verstärkte Fäulnisgefahr – der „zweite“ Tod der Schnittblume. Einige alte Kupferpfennige oder Cent (Mini Euronen) im Vasenwasser (Geheimtipp einiger Senioren) stören zwar den Stoffwechsel der Fäulnisbakterien – dadurch ist keine Eiweißbildung mehr möglich, doch überzeugend ist diese Maßnahme nicht.
Nährlösung (handelsüblich in Flaschen, Tüten, auf Papierkarten) im Vasenwasser: verlängert die Haltbarkeit in vielen Fällen um 150%. Schnittblumen brauchen ständig Nahrung, sie sind keine Kartoffeln oder Äpfel – nur diese können Kohlenhydrate längerfristig speichern. Durch das „Kochen“ der Stielenden. (Rosen oder hartholziges)werden Zellen und Bakterien abgetötet und die dort befindliche Luft in den Leitungsbahnen beseitigt – das Stielinnere wird quasi zum „Schwamm“. (Vorsicht bei krautigen (MOHN) – oder Dahlienstielen). Zu viel Sonne oder andere Wärmequellen kann die Haltbarkeitsrate deutlich senken. Bereits eine Verdunstung um 20-30% (Wasserverlusst) kann bei Schnittblumen einen 80-90%igen Schaden verursachen. 40°C ist die optimale Vasenwasser-Temperatur für Schnittblumen, durch geringe Viskosität (weniger gelöste Luft) nimmt die Schnittblume das Wasser besserer auf. Wasser direkt aus dem Wasserhahn enthält zuviel Luft und ist viel zu kalt.
Zu kalkhaltiges Wasser (regional ist oft ein unterschiedlicher pH-Wert vorhanden) kann mit Zitronensäure weicher gemacht werden.