Wenn ein Abfluss verstopft ist, muss man nicht gleich zur chemischen Keule greifen. Erstens ist die Anwendung solcher Hammerprodukte nicht bei allen Rohren (z. B. solchen aus Plastik) ratsam und zweitens sind die entstehenden Gase solcher Chemi-Hämmer nicht ganz ohne.
Eine der ältesten „alternativen“ Methoden ist der gute alte Gummipömpel (in Hochdeutsch: Abflussreiniger). Mit ihm erzeugt man Unterdruck, der den Pfropfen aus dem Rohr bugsiert. Um einen Unterdruck erzeugen zu können, verstopft man den Überlauf (am besten mit einem feuchten Lappen), sonst funktioniert es nicht.
Ebenfalls beliebt ist die Verwendung einer Spirale, mit der man allerdings nur feste Hindernisse wie Flusen- und Haarballen zu fassen bekommt. Ablagerungen aus Fett und Schmier an der Rohrinnenseite werden nur angekratzt und nicht vollständig entfernt. Dieses Problem kann man mit mehreren Litern heißem Wasser lösen. Wenn auch das nichts bringt, kann man es mit Gebissreinigertabletten oder Cola versuchen. Dazu erst das Restwasser so gut es geht entfernen, dann die Cola oder die Gebissreinigerlösung darauf geben und über Nacht stehen lassen. Für die Lösung nimmt man 4-5 Tabletten, löst sie auf und gibt sie dann in den Abfluss. Dabei das Überlaufloch und den Ausguss selbst verschließen. Oder man rührt eine Lauge aus 3-4 Esslöffeln Wasch-Soda und 2 Litern heißem Wasser an und schüttet das ganze in den Ausguss (ungeeignet nur bei Aluminiumrohren). Dadurch werden auch Bakterien abgetötet, die für schlechte Gerüche aus dem Abfluss verantwortlich sind.
Viele Probleme mit dem Abfluss lassen sich durch ein Haarsieb über dem Abfluss vermeiden. Außerdem gehören Öl und flüssiges Fett nicht in den Ausguss, sondern separat entsorgt.