Wespen sind die Plage aller Menschen, die im Sommer ihr Essen gerne draußen einnehmen. Kaum sitzt man, wird man schon von der deutschen oder der gemeinen Wespe umschwirrt. Hektisches um sich Schlagen hilft genausowenig wie erschlagen der Wespen. Eine sterbende Wespe sondert einen Duftstoff ab, der andere Wespen anlockt.
Man kann versuchen die Wespen abzulenken. Ein Schälchen mit Süßem oder Eiweißhaltigem in sicherer Entfernung zur Kaffeetafel deponiert lenkt erst einmal ab. Abschreckend wirkt eine mit Nelken gespickte halbe Zitrone. Oder man baut eine Falle und ertränkt die Wespen: eine Flasche wird mit einer süßen Flüssigkeit gefüllt (z.B. Fruchtsaft, Limo, Wasser mit Marmelade…). Die Oberflächenspannung der Flüssigkeit wird durch einen Tropfen Spülmittel zerstört. Die Wespen werden auf der Suche nach Futter in die Flasche kriechen und den Ausgang nicht wiederfinden. Wenn sie in die Flüssigkeit fallen ertrinken sie dann. Das hat den Vorteil, dass besagte Duftstoffe keine weiteren Wespen anlocken können. Wer seine Obstbäume vor den gefräßigen Tierchen schützen will, hängt die Flaschen zwischen das Obst.
Wespennester werden nur ein Jahr lang besiedelt, spätestens im Herbst wenn die Königin stirbt, wird auch das Nest verlassen und im nächsten Jahr nicht neu besiedelt. Natürliche Feinde sind z.B. der Wespenbussard oder die Schlupfwespe, die ihre Eier in Wespenlarven ablegt. Es gibt Händler, die Schlupfwespen zur Ungezieferbeseitigung verkaufen.
Wer ein Nest beseitigen lassen möchte kann bei der örtlichen Feuerwehr anfragen. Diese hat oft die nötigen Mittel zur Bekämpfung.
Ein Tipp noch zum Schluss: Wespen zernagen Holz um aus dem Brei ihre Nester zu bauen. Wasserlösliche Farben enthalten in den meisten Fällen Wachs. Der Wachsgeruch lockt die Wespen an und animiert sie, dass damit behandelte Holz anzuknabbern. Vermeiden lässt sich das leider nur durch latexhaltige Farben, die das Holz versiegeln und nicht unbedingt den Geschmack der Wespen treffen.