Die typischen ausgefransten Löcher in Pullis, Seidenblusen und wollhaltigen Kleidern bedeuten einen großen Schrecken. Die Reaktion auf diese Sorge ist in der Regel der Einsatz von Chemie. Mottenpapier (Wirkstoff aus der Gruppe der Pyrethroide) hängt auf jedem zweiten Bügel. Aber dies ist nach Aussage der Fachleute in Räumen, in denen man sich länger aufhält – also insbesondere in Schlafräumen – nicht gesund.

Räumen sie ihren Schrank regelmäßig zweimal im Jahr aus und machen sie ihn trocken sauber. Trennen Sie sich von Kleidung, die sie nicht mehr tragen. „Schrankleichen“, die jahrelang nicht angefasst werden, sind ideale Brutstätten der Kleidermotte.
Tragen Sie Kleidungsstücke mehrmals und waschen Sie sie danach, bevor sie wieder in den Schrank kommt. Nur wirklich trockene Kleidung in den Schrank hängen.
Benutzen Sie bei längerer Tragepause Taschen oder Säcke aus Baumwolle oder Leinen, die sich zubinden lassen, um die Textilien vor Befall zu schützen. Da man solche einfachen Taschen im Handel nicht findet, empfiht es sich diese Näharbeiten beim Änderungsschneider machen zu lassen.

Schließlich ist es wichtig, stark duftende Seifen oder ähnliches in den Schrank zu legen, das mögen Motten nicht. Teure Duftstoffe (Patschuli-, Zedernholz- oder Zitrusöl) sind nicht nötig, entscheidend ist der starke Duft. Den nimmt die Kleidung an. Vor dem Tragen die Kleidung rechtzeitig zum Lüften ins Bad oder in eine schattige Ecke auf Balkon oder Terrasse hängen.

Von Kleidermotten befallene Kleidungsstücke sind bei 60 Grad zu waschen oder alternativ zu reinigen. Man kann befallene Textilien aber auch im Plastikbeutel sieben Tage lang einfrieren, auftauen lassen und wieder einfrieren, um die Larven sicher abzutöten. Man kann Textilien, die dies zulassen, auch bügeln. Starke Hitze und Frost wirkt zuverlässig gegen die Larven.