Wespen KopfAuch Gartenbesitzer, die darüber informiert sind, wie wertvoll Wespen für den Erhalt unserer natürlichen Umwelt sind, sind häufig mehr als unangenehm berührt, wenn Erdwespen im Gartenboden ein Nest angelegt haben. Deshalb hier einige Tipps für den Umgang mit der vermeintlichen Bedrohung:

  1. Es gibt viele Insekten aus der Ordnung der Stechimmen (zu denen auch alle Wespenarten gehören), die ein schönes und sicheres Nest in einer Erdhöhle nicht ablehnen.
  2. Das heißt jedoch nicht, dass Sie diese Nester bemerken, sehr oft handelt es sich nämlich um Wespenarten, die solitär leben, ein einziges Weibchen legt dann ein paar Eier in ein kleines Loch in der Erde. Das Einzige, was Sie davon sehen werden, wenn Sie sehr aufmerksam sind, ist der Ausflug der erwachsenen Jungtiere, damit hat sich das Problem dann aber auch bereits erledigt.
  3. Unter den vielen Wespenarten sind einige Arten, die Staaten bilden, genau wie unsere Honigbienen, und diese Arten sind es, die uns überhaupt nur gefährlich werden können. Denn nur die Staaten bildenden Wespen haben einen Stachel ausgebildet, der zur Abwehr eingesetzt werden kann, alle anderen können ihre Stachel nur zur Brutablage einsetzen.
  4. Diese Arten sind allerdings sehr unterschiedlich wehrhaft, viele von ihnen stechen wirklich nur sehr zögerlich zu, im Normalfall werden Sie sie dann bereits zertreten haben.
  5. Nur drei Arten der über 100.000 weltweit bekannten Hautflügler-Arten leben in unseren Breiten, bilden Staaten, haben zur Verteidigung dieser Staaten Wehrstachel ausgebildet und setzen diesen Stachel bei einer (angenommenen) Bedrohung auch wirklich recht schnell ein.
  6. Dazu gehören die “Gemeine Wespe” und die “Deutsche Wespe”, die bei uns meist gemeint ist, wenn von Erdwespen die Rede ist (obwohl ein großer Prozentsatz der Wespen-Erdbewohner wie gesagt viel harmloser ist).
  7. Beide Kurzkopfwespen ernähren sich im Gegensatz zu vielen anderen Wespen auch von Menschen-Leckerbissen und werden im Herbst kurz vor Absterben des Staates recht aggressiv.
  8. Auch von diesen Arten haben Sie jedoch wenig zu befürchten, wenn Sie im Kontakt mit den Tieren ruhig bleiben und darauf achten, in der kritischen Zeit möglichst wenig Lockstoffe wie süßes Parfum an sich zu tragen.
  9. Wenn sich bei Ihnen im Garten Wespen in einer Erdhöhle eingenistet haben sollten, brauchen Sie eigentlich nur ein wenig Geduld. Denn im Herbst stirbt das Volk ab und wird diesen Platz nicht wieder besiedeln.

Weiterführende Informationen zum Thema Wespen und Erdwespen auf Hausgarten.net.

 

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