Auch wenn die Natur sich gerade so eingekleidet hat, dass man eher den Weihnachtsbaum wieder “rauskramen” möchte, mit ein paar Tipps helfen wir den Osterhasen auf die Sprünge. In Erinnerung an die Kindheit – wie wär’s mit

Ostereier ausblasen

Zunächst einmal das benötigte Zubehör bereitlegen:  Natürlich Eier, Eierstecher, Stricknadel, Schüssel, Spritze, etwas Essig, Eierkarton, kleiner Schwamm oder Lappen. Alles da? Dann kann es losgehen. Zunächst das Ei  mit etwas Essigwasser reinigen. Und nun vorsichtig an beiden Eienden ein kleines Loch hineinstechen. Mit der Stricknadel (oder auch einem Kreuzschraubenzieher) wird das Loch am stumpfen Ende behutsam vergrößert. Jetzt das Ei über die Schüssel halten und durch das dünnere Loch ausblasen, bis Eiweiß und Dotter in der Schüssel sind. Will das Eidotter mal nicht heraus, vorsichtig mit einer langen Nadel nachhelfen.

Jetzt wird das Ei noch von Innen gesäubert. Dazu etwas Essigwasser in die Spritze ziehen und das Ei spülen. Alternativ lässt es sich auch in eine Schüssel mit lauwarmen Wasser und etwas Spülmittel tauchen. Nun beide Löcher zuhalten und das Ei vorsichtig schütteln. Zum Trocken werden die ausgeblasenen Eier in den Eierkarton gelegt.

Ostereier natürlich färben (Eier von freilaufenden Hühnern besser geeignet, Schale ist dicker)

Viele Pflanzen, Gemüse, Kräuter und Tees sind zum natürlichen Färben geeignet. Ob ausgeblasen oder gekocht, die Eier vor dem Färben mit Essig abwaschen, dann nehmen sie die Farbe besser an. Zunächst wird der Farbsud aus den entsprechenden Pflanzen hergestellt. Gröbere Pflanzenteile wie z.B. Karotten vorher zerkleinern, manche wie Rinder oder getrocknete Beeren müssen vorher eingeweicht werden. Nach dem Kochen wird der Farbsud gefiltert (z.B. durch einen Kaffeefilter). Gekochte und abgeschreckte Eier werden ungefähr eine halbe Stunde in den erkalteten Sud gelegt. Ist die gewünschte Farbintensität erreicht, die Eier zum Trocken z.B. auf ein Küchentuch legen. Bei ausgeblasenen Eiern muss man die Farbes sofort herauslaufen lassen und unter fließend kaltem Wasser spülen.

Wer färbt was (Beispiele)

  • Rottöne:                           Rotkohlblätter, Rote Beete, roter Malventee
  • Gelb-Orange-Grün:      Karotten, Kamillenblüten, Brennesselblätter, Safran, Holunderblätter
  • Grüntöne                          Efeublätter, Spinat, Petersilie, Johanniskraut
  • Blautöne:                          Heidelbeeren, Malvenkraut
  • Brauntöne:                      Zwiebelschale, Kaffee, Tee, Eichenrinde

Um die Farben noch mehr  leuchten zu lassen, können die gefärbten Eier mit einer Speckschwarte oder einigen Tropfen Öl abgerieben werden. Und schon glänzt das Osterei vor Freude!

Und zum Schluss: sind die Eier frisch?

Ob Eier, die verzehrt werden sollen, frisch sind, lässt sich leicht prüfen: ein rohes Ei in kaltes Salzwasser legen. Sinkt es auf den Boden, ist es frisch. Schwimmt es  oben – hmm, lieber weg damit.